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Für Primarlehrer

Herausforderungen 

Noch in den 1980er-Jahren gab es mehr Primarlehrer als Primarlehrerinnen. Heute sind es noch 18 von 100. Das hat Folgen. Die Eine ist: Männliche Lehrkräfte sind begehrt, haben aber nicht immer den besten Ruf, weil eben manchem Junglehrer das Begehrtsein auf den Fleiss schlägt. Die Zweite ist: Als Lehrer ist man(n) in der Minderheit – und fühlt sich schnell mal als falsche Stimme im Frauenchor. Das sollte man aber nicht allzu laut sagen, denn die offizielle Maxime lautet: Es geht um Qualität, und Qualität hat kein Geschlecht. Trotzdem: Wissen zu vermitteln, Erfahrungen weiterzugeben, Horizonte zu erweitern, Kider auf ihrem Weg ins Leben zu begleiten – all das sind schöne befriedigende Tätigkeiten. Der Weg dahin führt über ein Studium an einer Pädagogischen Hochschule, von denen es schweizweit ein knappes Dutzend gibt (die sich in Grösse und Familiarität stark unterscheiden). 

Lösungsansätze 

In den letzten Jahren haben Genderfachleute, Lehrerverbände, Schulbehörden und Pädagogische Hochschulen begonnen, Fragen der Vielfalt und Geschlechterdurchmischung verstärkt Aufmerksamkeit zu schenken. Mit Unterstützung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) haben sie zusammen den Verein Männer an die Primarschule (MaP) gegründet. Aktuell laufen vier Projekte. 

Angebote

Für Berufseinsteiger von besonderem Interesse ist das MaP-Projekt der Fachstelle für Buben- und Mädchenpädagogik jumpps. Sie baut eine Vermittlungsstelle auf, die am Primarlehrerberuf interessierten Männern Schnuppergelegenheiten vermittelt. Das Schnuppern gibt nicht nur Einblick in die Ausbildung (PH-Ausbildungsgänge bis Primarstufe) und in den Berufsalltag (Primarschule), sondern bietet auch die Möglichkeit, erste eigene Lehr-Erfahrungen zu sammeln. Vorgesehen sind auch kurze Gespräche mit dem Schnupperlehrer. 
 
Für Schüler gibt es auch im Rahmen des nationalen Zukunftstags die Gelegenheit, das «Abenteuer Schule» aus der Nähe zu erleben. Nähere Informationen zu diesem Angebot findest du hier. Im Gegensatz zum jumpps-Angebot, das ganzjährig Schnuppergelegenheiten vermittelt, gibt es diese Möglichkeit aber nur an einem Tag pro Jahr. 
 
Für Männer, die sich auf dem zweiten Bildungsweg für den Primarlehrberuf interessieren, haben die Pädagogischen Hochschulen Zürich und Zug eine eigene Website erstellt: www.umstieg-lehrberuf.ch. Im Rahmen des Schnupperangebots verbringen diese «Umsteiger» ein paar Stunden bei einem Praxislehrer bzw. PH-Studenten und können dabei ihre Unklarheiten und Fragen bzgl. Berufs- und Studienumstieg klären. 

Über den Start der beiden MaP-Projekte gibt die MaP-Website Auskunft. 

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