Handlungsfeld 4: Institutionen und Unternehmen

Teilprojekt 4.1 Qualitätszirkel Männer-/Väterberatung

Die Beratungsangebote, die sich spezifisch an Männer/Väter rund um Trennung und Scheidung richten, sind jenseits staatlicher Aufträge aus der Zivilgesellschaft heraus entstanden – oftmals aus persönlicher Betroffenheit. Über die Jahre haben sich dank eines enormen meist ehrenamtlichen Engagements ein wertvolles fachliches und beraterisches Knowhow entwickelt und Strukturen gebildet. Ein Qualitätszirkel soll das Erreichte in einem interdisziplinären Rahmen sichern und fachlich weiter entwickeln helfen.

Partner: Timeout statt Burnout (Christoph Walser)

Status: in Umsetzung. Zwei erste Hearings mit Fachpersonen aus 21 verschiedenen Organisationen der Männerberatung haben stattgefunden. Bericht und Empfehlungen dazu vorliegend.

Teilprojekt 4.2 Teilzeitmann Romandie

Der Anteil Teilzeit arbeitender Männer wächst nur langsam. Aktuell liegt er bei 16.4 Prozent (Bundesamt für Statistik 2015). Die Kampagne DER TEILZEITMANN hat 2012-2014 in der Deutschschweiz einen Impuls gesetzt, um Teilzeitarbeit auch für Männer zur selbstverständlichen Karriereoption zu machen. Ab Sommer 2016 soll die Kampagne in neuer Form in der Westschweiz lanciert werden.

Partner: Fachstelle pacte (Lausanne/Genf); Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG; Bundesamt für Sozialversicherungen BSV

Status: Ein Konzept für ein Projekt zur Gleichstellung in Unternehmen steht bereit. Eine Trägerschaft, die Programme mit Wirtschaftskadern umsetzt, konnte als Partnerorganisation gewonnen werden. Die Mittelbeschaffung beginnt Anfang 2017.

Teilprojekt 4.3 Mehr Männer in die Kinderbetreuung MAKI

Nur 5 Prozent der Betreuenden in Kindertagesstätten und Kinderkrippen sind Männer. Das ist gleichstellungs- und bildungspolitisch problematisch. Das Teilprojekt spricht einerseits die Zielgruppe interessierter Männer direkt an (Berufseinsteiger und –umsteiger). Andererseits befördert es mit Blick auf die Förderung männlicher Kinderbetreuer den fachlichen Austausch und die Vernetzung der Akteure. Am 30. November 2016 findet eine grosse Fachtagung statt.

Partner: Verband Kinderbetreuung Schweiz (kibesuisse); Schweizerische Dachorganisation der Arbeitswelt Soziales (Savoir Social); Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG; Bundesamt für Sozialversicherungen BSV

Status: in Umsetzung

Teilprojekt 4.4 Qualitätssicherung Mütter- und Väterberatung

In der Schweiz existiert ein dichtes Netz an Beratungsstellen, die für Mütter und Väter konzipiert sind, letztere aber nur bedingt erreichen. Im Rahmen des Teilprojekts werden spezifische Vorgehensweisen, Materialien und Gefässe konzipiert, welche einen besseren Einbezug der Väter in der Mütter- und Väterberatung möglich machen. Unser Kooperationspartner, der Schweizerische Fachverband Mütter- und Väterberatung, ist Herausgeber der Standards und Richtlinien in der Mütter- und Väterberatung. In dieses Qualitätsmanagementsystem fliessen die erarbeiteten Materialien ein.

Partner: Fachverband Mütter- und Väterberatung Schweiz

Status: in Umsetzung

Teilprojekt 4.5 Betriebliche Vereinbarkeitsförderung (Pilotprojekt)

Unternehmen schenken den Veränderungen und Anliegen von Mitarbeitern, die Väter werden, noch kaum Beachtung. Väter selbst artikulieren ihre Vereinbarkeitsanliegen generell nur sehr zurückhaltend. Das Pilotprojekt gibt einen Impuls von aussen: In Zusammenarbeit mit betrieblichen Personal-, Sozial- und Gesundheitsförderungsverantwortliche entsteht ein «Crashkurs», der Informationen vermittelt, Vernetzungen stärkt und die Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Betrieb und im Privaten fördert.

Partner: VATER!WERDEN

Status: Lancierung von Crashkursen für werdende Väter in der Deutschschweiz ab Anfang 2017. Im Laufe des Jahres 2017 Ausweitung auf Romandie.

Teilprojekt 4.6 Väter in Kitas (Pilotprojekt)

In Kindertagesstätten ist nicht nur der Anteil männlicher Fachpersonen klein (ca. 5%). Auch zur Förderung des Einbezugs der Väter der betreuten Kinder gibt es in der Regel keine spezifischen Angebote. Das Teilprojekt entwickelt und erprobt in Kooperation mit ausgewählten Kindertagesstätten – insbesondere auch Einrichtungen in Quartieren mit einem überdurchschnittlichen Anteil günstiger/sozialer Wohnungen – verschiedee Formen von Väteraktivitäten (Väter-Kind-Aktivitäten, Freiwilligeneinsätze, «Grossvätertage» etc.).

Partner: SPIELSCHWEIZ

Status: zur Zeit Auswahl von Partnerinstitutionen (Kitas) 

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Kontakt

Markus Theunert

ist Leiter des nationalen Programm MenCare Schweiz und Ihr Ansprechpartner für alle Fragen und Anregungen zum ganzen Programm, seiner Strategie und Weiterentwicklung. 

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